ARD/ZDF Onlinestudie 2009: Nachfrage nach Videos und Audios steigt weiter

Von: Dirk | Tags: Allgemein | Mai 2009

Kennzeichnend für die aktuelle Internetentwicklung ist die stetig steigende Nachfrage nach multimedialen Inhalten. 62 Prozent (2008: 55 Prozent) aller Onliner rufen Videos, zum Beispiel über Videoportale oder Mediatheken, ab und schauen live oder zeitversetzt Fernsehsendungen im Internet. 51 Prozent (2008: 43 Prozent) hören Audiofiles wie Musikdateien, Podcasts und Radiosendungen im Netz. Zu diesem Ergebnis kommt die bundesweit repräsentative ARD/ZDF-Online-Studie 2009, für die im März / April dieses Jahres 1.806 Erwachsene in Deutschland befragt wurden. Die seit 1997 jährlich durchgeführte Studie hat sich als Messlatte für die Internet-Entwicklung in Deutschland etabliert.

Der Intendant des Hessischen Rundfunks und Vorsitzende der ARD/ZDF-Medienkommission Dr. Helmut Reitze betont, dass ein Großteil der Audio- und Videonutzung zeitsouverän – also unabhängig von vorgegebenen Programmschemata der Fernseh- und Hörfunkprogramme erfolgt: “Unser Publikum nutzt – häufig Monate später – Audio- und Videobeiträge oder Sendungen, die wir online bereitstellen. Den Erwartungen der Nutzer, jederzeit und überall auf unsere Inhalte zugreifen zu können, kommen wir mit unseren Mediatheken entgegen. Durch die Mediatheken kann unser Publikum nicht nur verpasste Sendungen im Nachhinein im Internet ansehen oder anhören. Gleichzeitig können alle Bürgerinnen und Bürger über unsere in Qualität und Vielfalt einzigartigen Inhalte – für die sie bereits Gebühren bezahlt haben – an der Informations- und Wissensgesellschaft teilhaben.”

ZDF-Intendant Markus Schächter, stellvertretender Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission: “Rund ein Fünftel aller Internet-Nutzer sieht sich zeitversetzt Fernsehsendungen in Mediatheken an und bei den 14- bis 29-Jährigen sind es bereits über ein Drittel. Allein mit unserer ZDFmediathek erzielen wir im ersten Quartal 2009 rund 14,5 Mio. Sichtungen und erreichen damit im Vergleich zum Fernsehen überwiegend jüngeres Publikum. Dies bestätigt noch einmal unsere Strategie über viele Ausspielwege möglichst alle Zielgruppen zu erreichen.”

Der Anteil der Internet-Nutzer in Deutschland ist auf 67,1 Prozent (2008: 65,8 Prozent) angestiegen. 43,5 Millionen der bundesdeutschen Erwachsenen sind online – 0,8 Millionen mehr als im Vorjahr. Die größten Wachstumspotenziale werden auch weiterhin von der älteren Generation ausgehen: 96,1 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen regelmäßig das Internet, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 84,2 Prozent und bei den Über-50-Jährigen liegt der Anteil der Internet-Nutzer mittlerweile bei 40,7 Prozent.

Quelle: ARD, Frankfurt/Mainz, 27. Mai 2009



Online-Werbemarkt wächst um elf Prozent

Von: admin | Tags: Allgemein | Mai 2009

Zweistelliges Wachstum mitten in der Rezession: Das Geschäft mit Anzeigen im Internet boomt. Im ersten Quartal 2009 schalteten Unternehmer Online-Anzeigen im Wert von rund 340 Millionen Euro.

Berlin – Der Online-Werbemarkt wächst auch in der Krise weiter: Von Januar bis März schalteten Firmenkunden Banner, Pop-ups und bewegten Anzeigen im Wert von rund 340 Millionen Euro, das ist ein Plus von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, wie der Branchenverband Bitkom am Montag in Berlin mitteilte.

Die wichtigsten Werbekunden im Internet sind laut der vom Bitkom veröffentlichten Studie des Marktforschungsinstituts Thomson Media Control Telekommunikationsanbieter und Betreiber von Online-Diensten. Mit gut 86 Millionen Euro steuern sie im ersten Quartal 2009 den größten Anteil zum Online-Werbemarkt bei.

Zu den Top-Fünf-Werbern zählten außerdem die Unternehmen der Touristik- und Gastronomiesparte mit einem Online-Werbebudget von insgesamt 46,1 Millionen Euro, Entertainment- und Medienunternehmen mit 43,5 Millionen Euro, Handel und Versandhäuser mit 41,6 Millionen Euro sowie die Finanzwirtschaft mit 40,6 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr 2008 hatte der deutsche Markt für klassische Online-Werbung mit 1,3 Milliarden Euro eine neue Rekordmarke erreicht. Das ist ein Plus von 29 Prozent im Vergleich zu 2007.

Quelle SPIEGEL.DE